Ein Tag voller Highlights

2. August 2012 in Fotos, Roadtrip




Ich glaube so schwer wie heute ist es mir noch nie gefallen, einen Blogeintrag für unsere Seite zu schreiben. Es ist schwer den heutigen Tag nicht in abgedroschenen Floskeln zu beschreiben (es ist schwer in Worte zu fassen, etc.), aber es IST schwer in Worte zu fassen, was wir heute erlebt haben. Eigentlich war der Plan ein ganz ein anderer. Wir wollten garnicht wirklich lange in Marseille bleiben, weil wir gehört hatten, dass die Stadt sehr gefährlich sein soll und wir wollten das Kinderdorf besuchen, die Malaktion mit den Kindern machen und dann weiterfahren Richtung Barcelona. Im Endeffekt waren wir bis heute Abend hier, weil wir es kaum übers Herz gebracht haben, die Menschen hier wieder zu verlassen.
Nach dem Fest, das zufällig stattgefunden hatte, als wir ankamen, konnten wir uns in der Villa für die Eltern der Kinderdorfkinder einrichten und weil wir schon sehr erschöpft von der Reise waren, schliefen wir nach einer gemeinsamen Rekapitulation der letzten Tage ohne Probleme auf den echten Matratzen ein, die dort für uns bereit standen.
Wenn man die Chance hat auf einem richtigen Bett zu schlafen, will man das auch bis zum Ende auskosten, deswegen schliefen wir lange und ausgiebig und machten uns dann daran den Bus wieder einzuräumen.
Chausette, eine Kinderdorfmutter sah uns dabei und bot uns an, für uns einkaufen zu gehen, ja sogar für uns ein Mittagessen zu kochen. Die Großzügigkeit dieser Menschen, die ihr Leben dem Arbeiten am Menschen gewidmet haben, überrascht doch immer wieder. Wir nahmen dankbar an und wenig später fanden wir uns in der Villa 10 wieder. Die Kinder sahen uns als große Attraktion und fanden es lustig mit Silvio Tischfußball zu spielen oder seine Haare zu berühren (die wir ihm gestern noch schnell rot gefärbt haben), und mit uns auf diversen Sprachen zu kommunizieren.
Diese Kinder sind extrem liebenswert. Sie zeigten uns ihre Zimmer und machten uns viele Komplimente, wollten beim essen neben uns sitzen und mit uns spielen.
Chausette, die Kinderdorfmutter, war unglaublich hilfsbereit. Sie half uns einen Aufsatz für unsere Kartuschen zu finden und reparierte sogar Susis Armband, das sich als wir bei ihnen Zuhause aufgelöst hatte. Zu guter Letzt war sie noch eine riesengroße Hilfe bei neuerlichen Fahraufnahmen durch Marseille.
Was auch immer man von Marseille sagt. Wir haben viele tolle Menschen kennengelernt und im klarsten Wasser gebadet. Es war wunderschön und überwältigend. Es war berührend und sehr emotional. Es war Familie und Freundschaft. Es war toll.



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  • Silvio Senjor schrieb am 2. August, 2012, %H:%M:

    Hallo Ihr Lieben! Ein tolles Erlebnis was ihr da beschrieben habt.Ich hätte nicht gedacht das Ihr überall so herzlich empfangen werdet aber ich muss auch sagen das es auch an Euch liegt weil Ihr mit den Menschen (Kindern)es versteht umzugehen!Ich bewundere euch dafür den es nicht selbstverständlich das Jugendliche in der heutigen Zeit so was durchziehen!Ihr seid der Beweis dafür das die heutige Jugend doch mehr drauf hat als immer gesagt wird!Könnte mir vorstellen das euch diese Reise irgendwo prägt den die vielen Posetiven Ehrfahrungen die Ihr da macht nicht “OHNE” sind! Wünsch euch weiterhin viel Glück und haltet die Ohren steiff !!!
    PS.: Werde natürlich alles weiter verfolgen und freue mich drauf!
    Liebe Grüsse Silvio Senjor!

  • hp schrieb am 2. August, 2012, %H:%M:

    Hallo ihr 4,

    ich finde es beeindruckend, solche Bilder zu sehen und solche Worte zu lesen. Hut ab vor eurer Aktion ….

    Alles Liebe & Gute

    Tom’s senior

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Die 1. Etappe

1. August 2012 in Roadtrip, Videos


Eine kleine Zusammenfassung unserer ersten Tage auf einer wunderbaren Projektreise quer durch Europa.



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Vive la Famille

1. August 2012 in Fotos, Roadtrip



Wir haben Stress, weil wir einen Videoclip zur Freigabe von SOS-Kinderdorf hochladen müssen und suchen verzweifelt nach einem Internetcafé. Das Hochladen dauert 4 Stunden, also legt sich der Stress von davor und auf einmal sind wir gezwungen, abzuschalten und uns auszuruhen. Alle bis auf Tom, der immer noch an dem Videoclip arbeitet, den wir euch hoffentlich bald präsentieren können. Wir anderen gehen also die Straßen von Frejus auf und ab, wo wir gestern noch auf einem Parkplatz neben einem römischen Amphitheater unser „Camp“ aufgeschlagen haben. Ein Tag, der schon in der Früh hektisch angefangen hat (Judy weckt Silvio mit den Worten: „Es ist fünf nach neun.“ Reaktion Silvio: „OK, gut, fahrma!“) wird also auf einmal ganz ruhig. Kein fahrendes Büro, keine Musik im Hintergrund, nur ein paar Menschen, die in einem modrigen, feuchten Keller eines Internetcafés in Frejus an zwei Rechnern schneiden und schreiben.
Kaum ist das Video hochgeladen kommt der Stress aber auch schon wieder. Wir müssen los, nach Marseille.
Der Weg zum Kinderdorf in Marseille erweist sich als schwieriger als erwartet, aber dort bekommen wir einen unglaublich warmen Empfang. Sie haben schon lange auf uns gewartet und unseren Slogan auch schon frei übersetzt. Ein Junge darf den Satz auf den Bus schreiben und die Kleinen dürfen ausmalen. Schnell bietet uns der Leiter des Kinderdorfes an, dass wir im Dorf schlafen können, eine Kinderdorfmutter bringt uns zum Strand und holt uns wieder ab, damit wir uns nach der Reise etwas abkühlen können. Danach gibt’s eine Party für ein Kinderdorfkind, das studieren geht und eine Kinderdorfmutter, die in Pension geht. Wir bekommen Pizza und Kuchen und alle kümmern sich sehr nett um uns. Wir machen ein Interview mit dem Leiter vom Kinderdorf und jetzt sitzen wir in einem der Häuser und dürfen das Internet hier verwenden. Nach mehreren Tagen auf der Straße freuen wir uns mal wieder in einem normalen Haus zu sitzen und gut zu riechen. Was für ein Luxus!



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  • Brigitte Kubi schrieb am 1. August, 2012, %H:%M:

    Toll!!!! Genießt den Tag im Luxus!!!!!

  • conny (Silvio, Mam) schrieb am 1. August, 2012, %H:%M:

    Hallo ihr Lieben – Eure Beiträge und Fotos sind Super, freu mich für Euch das alles so toll ist. Passt auf euch auf hab euch lieb – Bussi Conny

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Clash of Cultures

31. Juli 2012 in Fotos, Roadtrip



Um halb vier Uhr hatten wir endlich einen Schlafplatz, der sich vor allem in der Früh als ein Glücksgriff erwiesen hat. Nicht nur, dass die Spanier im Wohnwagen nebenan uns mit einem Espresso zum Aufwachen versorgten, wir waren auch direkt an der Küste und konnten gleich in der Früh zum ersten Mal ins Meer springen. Die Nacht verbrachten wir im Bus kurz nach Savona neben der Küstenstraße und man muss sagen, dass es garnicht mal so unangenehm war. Unsere heutige Etappe führte uns von Savona zunächst die Küstenstraße weiter und etwas später dann doch auf der Autobahn bis nach Monaco.
Wenn man dort mehrmals den Circuit de Monaco fährt, dann kann einem das schon zu Kopf steigen. Wir fielen mit unserem Bus dort noch viel mehr auf als sonst wo. Zwischen Ferraris und Bentleys ist ein gebrauchter bemalter Ford Tourneo natürlich ein bunter Hund.
Wieder einmal mussten das Team Silvio – Bus ihre Bergfahrkenntnisse unter Beweis stellen, aber zu guter Letzt schafften wir es nach Cannes, wo wir unserem Budget entsprechend ein Kebap aßen.
Gerade sind wir immer noch verblüfft und beeindruckt, denn zu den Klängen von Edith Piaf und Co. konnten wir ein wunderschon kitschig dekadentes Feuerwerk sehen. Eine halbe Stunde lang standen wir an der Croisette und konnten das perfektens choreografierte Spektakel bewundern.
Wir machen uns in unserem Hippiebus jetzt auf einen Schlafplatz zu finden.



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  • Brigitte Kubi schrieb am 31. Juli, 2012, %H:%M:

    tolle fotos, genießt eure reise und bin schon gespannt auf neuigkeiten lg Brigitte

  • Silvio Senjor schrieb am 31. Juli, 2012, %H:%M:

    Hallo Ihr Lieben! Bin jeden Tag neugierig auf eure Erlebnisse und die Schönen Fotos.Da könnte man vor Neid platzen! Viel Glück und macht so weiter! Liebe Grüsse Silvio S.

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Ein Tag, gewidmet der Dokumentation

30. Juli 2012 in Fotos, Roadtrip



Den heutigen Tag haben wir hauptsächlich im SOS-Kinderdorf Sommercamp in Caldonazzo verbracht. Nach einem Frühstück mit einigen Betreuern durften wir die italienische Beschriftungsaktion mit den Kindern starten. Zuerst war es noch ein großes Gewusel, aber die italienischen Mädchen hatten das ganze voll im Griff und arbeiteten sehr strukturiert, teilten sich die Arbeit gut auf und waren auch ziemlich schnell fertig. Ein paar Kinder kamen zu spät, durften dann aber die Buchstaben ausmalen und wurden so auch zu einem wichtigen Teil unserer Idee den Bus zu einer Botschaft zu machen, die durch Europa getragen wird.
Das Interesse an unserer Aktion im Sommercamp war sehr groß und so war es auch kein Problem tolle Interviewpartner für unseren Film zu finden. Der Mittag und Nachmittag war also ganz dem Leben im Camp gewidmet. Wir sind wirklich dankbar für die Zeit in Caldonazzo und die vielen wunderbaren und interessanten Menschen, die wir dort kennenlernen durften. Es war eine riesengroße Bereicherung für uns persönlich und unser Projekt.
Nachdem wir unser “fahrendes Büro” wieder gepackt hatten, machten wir uns auf den Weg nach Genua. Diesmal auf Autobahnen um ein ruhiges Arbeiten zu gewährleisten. Tom hatte seinen Arbeitsplatz in der hintersten Reihe eingerichtet. Dort wurde das Filmmaterial gesichtet und für den Schnitt des ersten Clips vorbereitet. Die Fahrt nach Genua war sehr angenehm, nur in Genua selbst hatten wir beim Abfahren von der Autobahn ein kleines Problem, weil uns der Schranken bei der Mautstelle nicht mehr durchfahren lassen wollte und wir mit Händen, Füßen und ein paar Brocken italienisch versuchen mussten dem Zuständigen unser Problem zu erklären.
Seit mehreren Stunden sind wir nun schon auf der Suche nach Wifi, damit wir euch wie versprochen unser tägliches Update zukommen lassen können. Wir haben endlich ein Hotel gefunden, dass uns seinen Internetzugang zur Verfügung gestellt hatte. Jetzt sitzen wir davor auf den Stufen in einer kleinen Gasse und schreiben für euch. Mittlerweile ist es schon zwei Uhr in der Früh und wir haben noch keinen Schlafplatz, aber wir werden schon ein schönes Plätzchen finden, wo wir es uns gemütlich machen können.



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  • Brigitte Eckl schrieb am 30. Juli, 2012, %H:%M:

    Hallo, ihr Lieben! Ich freue mich mit euch. Der Besuch im SOS-Kinderdorf Sommercamp war sicherlich sowohl für die Kinder als auch für euch ein unvergessliches Erlebnis. Das Beschriften des Busses zur Förderung des länderübergreifenden Gemeinschaftssinnes finde ich übrigens super! Hoffentlich habt ihr euch endlich gut ausschlafen können! Liebe Grüße und alles Liebe, Brigitte und Peter

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