Auf der Welle

6. August 2012 in Fotos, Roadtrip





Heute in der früh um drei Uhr waren wir endlich an dem Strand in der Nähe von Bilbao, den wir so gerne sehen wollten. Davor lagen drei Stunden Herumfahren ohne Plan und eine lustige Fahrt mit fünf Spaniern, die uns schlussendlich den Weg zeigten.
Der Tag begann feucht. Das erste Mal auf der Reise regnete es in Strömen. Wir ließen uns davon aber nicht abhalten, den tollen Strand zu sehen. Felsformationen, die wahrscheinlich eine lange Geschichte erzählen könnten und in Schichten aus dem Meer und Sand ragen, rahmen die Bucht, an der wir parkten. Das Wetter schien perfekt für Surfer, die die Morgenstunden nutzten um ihrer Leidenschaft nachzugeben. Allein mit dem Meer, das Adrenalin spüren, wenn man seine eigene Welle sieht und ins Wasser springt um auf ihre zu reiten.
Wir interviewen ein paar Surfer und fahren dann wieder weiter. Wir wollen Richtung Galizien und fahren in Langreo ab, wo wir gerne an einem Fluss campen wollen.



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  • Homepage schrieb am 1. Oktober, 2014, %H:%M:

    Homepage…

    Schickt uns nach Lissabon…

  • Read up about England on Wikipedia schrieb am 2. September, 2014, %H:%M:

    Read up about England on Wikipedia…

    Schickt uns nach Lissabon…

  • Babsi schrieb am 7. August, 2012, %H:%M:

    Wow, ich muss sagen, ich bin wirklich begeistert von den tollen Fotos und Berichten! Das Problem ist nur, dass ich extremes Fernweh bekomme ;-)
    Judy, das Kopftuch steht Dir extrem gut!

  • Brigitte Kubi schrieb am 6. August, 2012, %H:%M:

    Wow wieder so schöne Bilder und ein schöner Bericht, freue mich jeden Tag auf euren Bericht,freue mich auch das ihr so schöne, aufregende, auch mal anstrengende und auch berührende Erfahrungen machen dürft, lg

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heißkalt

5. August 2012 in Fotos, Roadtrip





Für den Film und für uns beschlossen wir wieder mehr auf Landstraßen unterwegs zu sein. Ein Motorradführer war unser Anhaltspunkt für eine Fahrt, die verstärkt durch das Licht des Mondes, genauso gut aus einem Horrorfilm sein hätte können. Vielleicht wollte uns auch deshalb anfangs niemand helfen, wenn wir am Straßenrand nach dem Weg fragten. Vor der Bar Las Vegas in El Temple, einem Ort im Nirgendwo, wo man maximal 20km/h fahren darf, fanden wir dann doch noch Fokuhila-tragende, etwas jüngere Menschen (im Gegensatz zu den im Schnitt 80-jährigen anderen Bewohnern des Dorfes), die uns den Weg zum Stausee (O-Ton Silvio: „Were is the Sea?“) erklärten, wo wir hinwollten. Ganz schienen sie aber nicht zu verstehen, warum wir da mitten in der Nacht hinwollten.
Wir fanden den Stausee nicht, aber nur weil wir schon zu früh aufgegeben hatten, und schlugen unser Lager an einem Kanal auf. Das erste Mal bauten wir auch das Zelt auf.
Der nächste Tag begann wie fast jeder unserer Tage um ca. halb zehn. Wir frühstückten und räumten den Bus auf (ebenfalls wie jeden Tag – Anm. des Verfassers – bis zum Abend ist wieder alles schön im Bus verteilt, damit wir es dann am nächsten Morgen auch wirklich wieder zusammenräumen können: der Mensch braucht Regelmäßigkeiten).
Wir fuhren weiter durch die Pyrenäen und badeten in einem Gebirgsfluss. Wieder so ein toller Badeplatz!
Ein bisschen weiter blieben wir an einem weiteren Stausee wieder stehen um dort Mittagessen zu kochen. Alles rund um den Stausee war ausgetrocknet, das Gras verbrannt. Tote Bäume lagen herum, ganz so als ob jemand die Kulisse für einen Western nachbauen hätte wollen. Wenige Kilometer später – eine ganz andere Landschaft. Es sah aus wie bei uns daheim im Gebirge, nur die Architektur der Häuser war anders und manche der Bäume wollen nicht so ganz ins Bild passen.
Wir fuhren kleine Straßen, damit wir so die Landschaft besser sehen konnten und machten bei einem kleinen Restaurant kurz vor San Sebastian Halt, weil wir bis dahin noch mit niemandem an diesem Tag interagiert hatten und wir uns das eigentlich fest vorgenommen hatten. Wir mussten uns alle umziehen, weil es ca 15 Grad weniger hatte, als noch ein paar Stunden vorher. Zum ersten Mal auf dieser Reise war es auch bewölkt.
Wir saßen lange Zeit vor dem Wirtshaus, weil aber gerade die olympischen Spiele sind und in diesem kleinen Gasthaus anscheinend das Public-Viewing stattfand (es saßen fünf alte Männer und eine alte Frau vor dem Fernseher und waren ziemlich irritiert, als wir die Gaststube betraten) kam niemand, um uns zu bedienen und der Wirt war nicht so glücklich, dass wir ihn dabei störten, mit seinen Freunden Sport zu sehen. Er ließ mit seinem Blick nicht vom Fernseher ab, aber im Endeffekt wurden wir dann doch noch bedient.
Das heutige Ziel ist San Sebastian, danach gehts die Nordküste entlang weiter nach Bilbao.

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  • annuaire tel schrieb am 24. September, 2014, %H:%M:

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    Schickt uns nach Lissabon…

  • slider in css schrieb am 12. September, 2014, %H:%M:

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    Schickt uns nach Lissabon…

  • Silvio Senjor schrieb am 5. August, 2012, %H:%M:

    Hallo ihr Lieben! Wenn ich jeden Tag euren Bericht lese und die Fotos dazu betrachte ist einfach gigantisch! Passt gut auf euch auf und bleibt gesund.Freue mich jeden Tag auf euren Bericht und die Aufnahmen.

  • Brigitte Kubi schrieb am 5. August, 2012, %H:%M:

    coole Bilder, wünsche euch weiterhin Ohren steif halten, viele Begegnungen und auch einige Verschnuafpausen. Lg Brigitte

  • ^Brigitte Eckl schrieb am 5. August, 2012, %H:%M:

    Hallo, ihr Lieben!

    Sind soeben von unserem Kurzurlaub in Salzburg eingetroffen und haben nun endlich wieder Internetzugang. Gerade habe ich mit großem Interesse eure Kommentare, Fotos und auch das Video angesehen. Sehr beeindruckend und rührend!!! Eur Reise scheint wunderschön, abenteuerlich und zugleich sehr anstrengend zu sein. Ich wünsche euch weiterhin viel Glück und auch ein paar Erholungspausen!

    Liebe Grüße,

    Brigitte und Peter

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subjektiv

4. August 2012 in Roadtrip


Eine Woche unserer Fahrt ist vorbei und somit haben wir ungefähr die Hälfte der Reise und auch einen Punkt erreicht, an dem es an der Zeit ist, unsere bisherige Reise zu rekapitulieren und nicht nur immer eine Zusammenfassung des letzten Tages zu schreiben. Ich möchte das gerne als ich selbst, als Judy, schreiben, damit ich euch die Gefühle und Dynamiken besser und vor allem persönlicher erklären kann.


Wir sind ein Team, das aus vielen unterschiedlichen Menschen zusammengewürfelt ist. Jeder von uns hat einen anderen Hintergrund und eine andere Motivation auf diese Reise zu gehen, aber man merkt, dass von Tag zu Tag unsere Geschichten mehr und mehr zusammenwachsen. Wir halten immer stärker zusammen, wir lassen niemanden jemals allein und entscheiden alles gemeinsam.


Im Vorfeld war es nicht immer leicht, unsere Skype Konferenzen jedes Wochenende waren anstrengend und die Arbeit, die wir hatten war sicherlich nicht immer lustig. Das gemeinsame Ziel war aber immer da und auch wenn wir es manchmal aus den Augen verloren haben, so haben wir es nie vergessen.


Diese Reise habe ich immer als Test gesehen; als Test, ob wir als Gemeinschaft funktionieren und ich war mir ehrlich gesagt nicht sicher, wie es genau ausgehen würde. Die letzte Woche hat bewiesen, dass wir ein Team sind. Jeder der Charaktere in unserer Gruppe funktioniert mit den anderen Dreien und trotzdem lassen wir uns genug Zeit für uns selbst. Diese Dynamiken hier sind nicht selbstverständlich. Ich glaube ja, dass es daran liegt, dass wir uns gegenseitig so sehr vertrauen. Ich weiß zum Beispiel, dass mich jeder der anderen, wenn er den Bus fährt, sicher zum nächsten Zwischenstop bringt; ich weiß, dass wir einander und unsere Wünsche für die Reise respektieren; ich weiß, dass ich von jedem der drei anderen viel lernen kann und dass wir uns gegenseitig inspirieren.


Wir schreiben jeden Abend Tagebuch. Das war eigentlich als persönliche Zusammenfassung für die Doku gedacht; so sollte sich jeder einbringen können. Mittlerweile ist mir aber bewusst, dass es eine Chance ist, die vielen vielen Eindrücke, die ohne Pause auf uns einstürzen, zu verarbeiten. Jeden Abend wieder wird mir etwas Schönes Neues bewusst, lerne ich mich selbst ein bisschen besser kennen und erkenne ich etwas mehr, wie vielschichtig dieses Projekt ist und wie viel mehr es ist, als bloß eine Reise.


Die Menschen, die wir kennenlernen inspirieren mich – ach, sicherlich uns alle – zusätzlich. Die Reaktionen auf unsere Aktion rühren mich. Die Menschen erkennen Ansätze darin, die uns selbst gar nicht bewusst waren; wie Chausette, die Kinderdorfmutter aus Marseille, die uns als Vorbild für die Kinder sieht; als Beispiel für konkretes Helfen.


Hinter uns liegen 2500 Kilometer, eine Woche von aufeinanderfolgenden Highlights; wir haben viele neue Freunde gewonnen und uns als Team bewährt; vor uns liegen noch viele Überraschungen und viele Emotionen. Wir freuen uns darauf!

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  • LED Hut reviews schrieb am 7. Oktober, 2014, %H:%M:

    LED Hut reviews…

    Schickt uns nach Lissabon…

  • lederen iphone 5 hoesjes schrieb am 20. September, 2014, %H:%M:

    lederen iphone 5 hoesjes…

    Schickt uns nach Lissabon…

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Drama, Baby… Drama

4. August 2012 in Fotos, Roadtrip




Was zuviel ist, ist zuviel. Heute hatte jeder einen Moment, in dem es einfach zu viel wurde. Nachdem wir gestern fort waren, hatten wir auch nicht genug geschlafen und das machte sich zusammen mit der ohnehin zunehmenden Erschöpfung bei jedem von uns bemerkbar. Zudem lief nichts wirklich so wie geplant und wir hinken mit unserem Reiseplan wieder einmal nach.
Schon in der Früh hatte Susi einen kleinen Kreislaufkollaps und hat bis jetzt Bauchweh, Tom wurde es zu viel als er erkannte, dass wir wohl auch in Spanien kein mobiles Internet haben werden, Silvio war enttäuscht und traurig, als ihm bewusst wurde, dass der Eintritt im Camp Nou 23 Euro kostet und Judy hatte wohl so etwas wie einen Histaminschock mit Herzrasen und allem drum und dran.
Das klingt jetzt alles sehr deprimierend, aber wir sind eigentlich nicht wirklich deprimiert. Wir haben trotz allem wieder viel erlebt. Gestern bewegten wir uns hauptsächlich in den Bars des gotischen Viertels und heute machten wir Sightseeing mit dem Bus um Gaudís Bauten und das Camp Nou zu sehen. Am Vormittag ließ sich Silvio vom besten und freundlichsten Friseur der Welt die Haare schneiden. (Gratis dazu gabs noch Augenbrauen- und Bart (!) zupfen für Judy – es gab kein Entrinnen, schon waren die kleinen Härchen weg, die wohl nur Osman als Störung betrachtete)
Unser Weg führt uns jetzt als nächstes in die Pyrenäen, wo wir hoffentlich wieder ein schönes Plätzchen für unser fahrendes Zuhause finden.



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  • angela tröger wieser schrieb am 4. August, 2012, %H:%M:

    dann wünsche ich eine ruhige und schöne weiterreise …. lg angela

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Ans Ende der Welt und zurueck

3. August 2012 in Fotos, Roadtrip




Gestern hatten wir nach dem tollen Aufenthalt in Marseille zunächst kein wirkliches Ziel vor Augen. Es war uns klar, dass wir Barcelona nicht an einem Tag erreichen würden, also beschlossen wir zunächst einmal bis über die spanische Grenze zu fahren und dann weiterzusehen. Wie immer zog es uns ans Meer und wir fuhren über Figueres nach Roses und dann einfach immer weiter bis die Straße einfach aufhörte. Ein paar Stufen führten runter ans Meer, der Vollmond stand hoch über ein paar Fischerbooten und wir tranken zum Abschluss des schönen Tages noch gemeinsam eine Cerveza.
Wir waren uns nicht sicher, ob wir hier mit unserem Bus auch stehen durften, also suchten wir uns einen verlassenen Parkplatz etwas weiter die Straße zurück, der sich am nächsten Tag als der Parkplatz eines beliebten Badestrandes zu erkennen gab. Wir hatten also die ganze Nacht neben einem Strand geschlafen und wussten es garnicht.
Seitdem wir einen Aufsatz für unsere Kartusche haben, können wir auch kochen. Also gabs das erste Mal Kaffee gleich in der Früh – nach einer weiteren Nacht im Bus natürlich perfekt.
Wenn man schon neben einem Strand parkt, dann muss man auch ins Wasser und wenn man schon ein Unterwassergehäuse für die Kamera hat, dann muss man auch Unterwasseraufnahmen machen. Das tauchen, fotografieren und filmen nahm einige Zeit in Anspruch und Judy muss wirklich noch viel üben, damit von ihr auch schöne Aufnahmen entstehen können – 1m ist nicht tief genug…
Wir fuhren zurück zum Vollmondplatz am Ende der Straße, kochten dort unser Mittagessen und rekapitulierten unsere Eindrücke und Gefühle der letzten Tage filmisch.


Boarding completed! Wir steigen in unser Raumschiff und düsen nach Barcelona. Hier ist jetzt mal Stadt erleben angesagt. Hostel auf den Ramblas, Tapas, ein Guinness für Silvio, alles was das Herz begehrt. Infos dazu gibt’s dann morgen. Over and out!


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  • Der geheime Bruder schrieb am 3. August, 2012, %H:%M:

    Nein ernsthaft, gibt es denn Schöneres???

    Wünsch euch vieren weiterhin Alles Gute! PS: Ich empfehle euch falls ihr noch weiter in den Süden von Spanien reisen solltet eine Flasche heimischen Sangre de Toro! legen …. wait for it….. dary

  • Der geheime Bruder schrieb am 3. August, 2012, %H:%M:

    Wahnsinn! Das klingt ja sowas von genial…. Abenteuer pur und gleichzeitig sozial! Gibt es denn schöneres?

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