Familie auf Galizisch

Donnerstag, 9. August 2012 in Fotos, Roadtrip



Die Morgenstunden des heutigen Tages waren noch einmal spannend. Susi war immer noch im Krankenhaus und wir wussten nicht genau, ob sie die Ärzte schon gehen lassen würden. Ein lustiger spanischer Arzt – Dr. Herreros Sande, der einem Assistenzarzt Tipps und Tricks mit auf den Weg gab, als er bei uns im Zimmer war und und uns seinem I-Phone Fotos aus seinem letzten Wien-Aufenthalt zeigte, entließ sie dann schließlich und gab uns noch auf den Weg, sie ja nicht zu viel zu fordern und sofort ins Krankenhaus zu gehen wenn: das Fieber in zwei Tagen noch da ist, sie sich übergeben muss, sie große Schmerzen bekommt.
Wir waren so glücklich, unsere Susi wieder in unserer Mitte zu haben!
Sofort nach der Entlassung machten wir uns auf den Weg zum Kinderdorf in Redondela. Es war schön sich wieder einmal auf so einen Besuch zu freuen. In Redondela wurden wir mit größter Herzlichkeit empfangen und sofort gefüttert. Die Kinderdorfleitung wusste von Susis Problem und versuchte alles, um es uns allen so angenehm wie möglich zu machen. Nachdem wir vielleicht ein Drittel von dem Festmahl gegessen hatten, machten wir uns daran, die Malaktion zu starten. Die Kinder überlegten sich mit den Spruch: “Todos juntos como hermanos.” (alle gemeinsam wie Brüder), den sie auf den Bus schrieben. Es war ein Geschrei, wie wir es noch in keinem anderen Kinderdorf erlebt hatten. Die Spanier haben wirklich ein ganz eigenes Temperament.
Nachdem wir noch kurz mit den Kindern am Strand waren, fuhren wir wieder hinauf ins Kinderdorf, um dort in dem uns zur Verfügung gestellten Haus zu duschen. Wir werden hier heute bis 3 in der Früh bleiben und dann direkt weiterfahren nach Bicesse. Wir müssen ja die verlorene Zeit noch aufholen.
Eine Kinderdorfmutter gab uns ein tolles Interview. Das Dorf in Redondela ist wirklich sehr interessant, weil es anders funktioniert als andere Kinderdörfer, die wir bis jetzt gesehen haben. Es wird viel Wert darauf gelegt, in welcher Umgebung die Kinder aufwachsen. Es gibt einen Hühnerstall und ein Gewächshaus. So lernen die Kinder, wieviel Arbeit dahinter steht, Lebensmittel herzustellen.
Wir werden uns jetzt noch etwas erholen, weil wir noch eine weite Fahrt vor uns haben. Morgen müssen wir den Bus dann noch Übergabefertig machen, also für die Kinder in Bicesse herausputzen. Wir freuen uns schon sehr auf den morgigen Tag, obwohl wir natürlich auch schon sehr an unseren Bus gewöhnt sind und wir ihn sicher sehr vermissen werden.



4 Kommentare

  1. Ulli (Susi-Schwester) schrieb am 9. August, 2012:

    Das sind tolle Nachrichten :) … dann wünsch ich euch noch eine erfolgreiche letzte Etappe!

  2. Silvio Senjor schrieb am 9. August, 2012:

    Hallo Ihr Lieben! Das ist toll zu hören das es Susi etwas besser geht und das Ihr die Reise fortsetzen könnt!Ich wünsche euch viel Glück für die letzten Tage und passt auf euch auf!!! Liebe Grüsse Silvio Senj.

  3. hp schrieb am 9. August, 2012:

    Das sind ja gute Nachrichten …. alles Gute an Susi (und natürlich an alle anderen auch) …

    Eure Reise mitzuverfolgen ist ja spannender als jeder Krimi … freue mich jeden Tag darauf, als erste Aktion den Blog zu lesen.

    Alles Gute für den Endspurt

    hp

  4. Ferenc (Tom's Bruder) schrieb am 9. August, 2012:

    Hi,

    gut zu hören dass es Susi schon wieder besser geht. (hoffe dass ist auch noch immer so!)
    Wirklich tolle Fotos und cooler Blog – muss man mal wirlich sagen!
    Also Gute noch und kommt gesund zurück!

    LG Ferenc

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